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Die besten Pflanzen für dunkle Räume im Herbst und Winter

  • 3 Min. Lesezeit

Keine Zimmerpflanze mag echte Dunkelheit. Was du eigentlich suchst, sind Pflanzen, die mit wenig Licht zurechtkommen, ohne ihre Blätter zu verlieren. Zu den zuverlässigen Optionen gehören Farne, Fittonia, Moos, Peperomia, Bogenhanf, Glücksfeder und Efeutute. Auch geschlossene Terrarien kommen mit weniger hellen Standorten zurecht, da viele der darin verwendeten Pflanzen in der Natur an schattigen Stellen auf dem Waldboden wachsen.

Ab September wird diese Frage für viele Pflanzenliebhaber besonders relevant. Das Tageslicht in Innenräumen nimmt deutlich ab und Pflanzen, die den ganzen Sommer über problemlos gewachsen sind, können plötzlich Schwierigkeiten bekommen. Hier erfährst du, wie du einschätzt, wie dunkel ein Raum tatsächlich ist, welche Pflanzen geeignet sind und wann eine lebende Pflanze einfach nicht die beste Wahl ist.

Wie dunkel ist dein Raum wirklich?

Viele Menschen überschätzen, wie viel Licht ihre Räume tatsächlich bekommen. Ein einfacher Test: Kannst du mittags bequem ein Buch lesen, ohne eine Lampe einzuschalten? Dann reicht das Licht normalerweise für Pflanzen aus, die mit weniger Licht zurechtkommen. Benötigst du eine Lampe, handelt es sich tatsächlich um einen sehr lichtarmen Raum und die Auswahl wird deutlich kleiner.

Auch die Entfernung zum Fenster spielt eine größere Rolle, als viele erwarten. Die Lichtintensität nimmt schnell ab, je weiter du dich vom Fenster entfernst. Eine Pflanze, die zwei Meter vom Fenster entfernt steht, erhält daher deutlich weniger Licht als eine Pflanze auf der Fensterbank. Nach Norden ausgerichtete Räume sowie Zimmer, die durch Gebäude oder Bäume beschattet werden, sind häufig noch dunkler.

Pflanzen, die mit weniger Licht zurechtkommen

  • Farne. Farne wachsen in der Natur häufig an schattigen Stellen unter Bäumen und kommen daher gut mit indirektem Licht zurecht. Außerdem mögen sie eine hohe Luftfeuchtigkeit, weshalb sie sich besonders gut für ein geschlossenes Terrarium eignen.
  • Fittonia. Eine kompakte Pflanze mit auffällig gemusterten Blättern, die indirektes Licht und eine hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt. Durch ihre geringe Größe eignet sie sich außerdem hervorragend für Terrarien.
  • Moos. Moos kommt mit relativ wenig Licht zurecht und sorgt für die natürliche, grüne Optik eines Terrariums.
  • Peperomia. Kompakt, relativ pflegeleicht und für einen hellen Standort etwas weiter vom Fenster entfernt geeignet.
  • Bogenhanf und Glücksfeder. Zwei robuste Optionen für weniger helle Standorte. Beide kommen außerdem gut mit längeren Abständen zwischen dem Gießen zurecht.
  • Efeutute. Kann auch bei weniger Licht wachsen, allerdings können panaschierte Sorten ihre auffällige Blattzeichnung verlieren und zunehmend grün werden.

Ein wichtiger Hinweis zu Sukkulenten und Kakteen: Sie werden häufig als pflegeleichte Anfängerpflanzen empfohlen, benötigen aber besonders viel Licht. In einem dunklen Raum können sie lang und dünn wachsen, ihre Farbe verlieren und langfristig geschwächt werden. Stelle sie deshalb an einen der hellsten Plätze in deinem Zuhause und wähle für dunklere Ecken eine andere Pflanze.

Warum Terrarien mit indirektem Licht gut zurechtkommen

Geschlossene Terrarien enthalten häufig Pflanzen, die in der Natur an geschützten und feuchten Standorten wachsen. Helles, indirektes Licht eignet sich daher gut für diese Pflanzen. Direkte Sonne ist dagegen ein Risiko, da sich das geschlossene Glas schnell aufheizen kann. Ein Terrarium kann deshalb beispielsweise auf einem Sideboard etwas weiter vom Fenster entfernt oder auf einem Schreibtisch in einem nach Norden ausgerichteten Zimmer stehen, solange dort noch ausreichend indirektes Tageslicht vorhanden ist.

Außerdem benötigen geschlossene Terrarien im Winter relativ wenig Pflege. Das Wasser zirkuliert innerhalb des geschlossenen Ökosystems, sodass deutlich seltener gegossen werden muss als bei klassischen Zimmerpflanzen.

Wann eine Kunstpflanze die bessere Wahl ist

Einige Bereiche bekommen fast überhaupt kein Tageslicht, zum Beispiel innenliegende Flure, fensterlose Badezimmer oder ein Bücherregal in einer dunklen Ecke. Dort wird langfristig keine lebende Pflanze gut wachsen. Pflanzen immer wieder zu ersetzen, ist außerdem weder praktisch noch sinnvoll. Eine hochwertige Kunstpflanze ist an solchen Standorten die bessere Wahl und ermöglicht es dir, deine echten Pflanzen dort aufzustellen, wo sie tatsächlich ausreichend Licht erhalten.

Möchtest du trotzdem etwas Lebendiges in einem weniger hellen Raum haben? Dann kann ein fertiges Terrarium oder ein DIY-Terrarium-Set eine gute Option sein, solange noch ausreichend indirektes Tageslicht vorhanden ist. Ist dein Terrarium nach einem dunklen Winter etwas weniger dicht geworden, kannst du es mit einem Nachfüllset mit frischem Moos und neuen Pflanzen einfach wieder auffrischen.

Kurz zusammengefasst

Wähle deine Pflanzen passend zur vorhandenen Lichtmenge, anstatt darauf zu hoffen, dass sie sich anpassen. Farne, Fittonia, Moos, Peperomia, Bogenhanf und Glücksfeder kommen mit weniger hellen Räumen zurecht; Sukkulenten und Kakteen benötigen dagegen viel Licht. Stelle ein geschlossenes Terrarium an einen hellen Standort mit indirektem Licht und vermeide direkte Sonne. Bekommt ein Bereich praktisch überhaupt kein Tageslicht, ist eine Kunstpflanze die bessere Wahl.


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