Welche Pflanzen passen nicht ins Terrarium?
Nicht jede Pflanze übersteht ein geschlossenes Terrarium. Erfahre, welche Arten du meiden solltest und welche in einem feuchten Ökosystem gedeihen.
Welche Pflanzen gehören NICHT in ein geschlossenes Terrarium (und warum)

Nicht jede Pflanze eignet sich für ein geschlossenes Terrarium: Sukkulenten, Kakteen und die meisten mediterranen Kräuter faulen in diesem feuchtwarmen Mini-Ökosystem innerhalb weniger Wochen, weil sie eigentlich trockene Luft und trockene Wurzeln brauchen. Pflanzen, die hohe Luftfeuchtigkeit und gefiltertes Licht lieben - etwa Farne, Fittonien und Calatheen - gedeihen hinter Glas dagegen besonders gut. In diesem Artikel erklären wir, welche Pflanzen du besser weglässt, warum das so ist und welche Arten wirklich zu einem geschlossenen Terrarium passen.
Warum passt nicht jede Pflanze in ein geschlossenes Terrarium?
Ein geschlossenes Terrarium ist im Grunde ein Mini-Ökosystem aus Glas: Wasser verdunstet tagsüber aus dem Boden und von den Blättern, kondensiert am Glas und 'regnet' anschließend wieder auf die Erde. Dadurch entsteht eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit, und der Boden bleibt feucht, ohne dass häufig gegossen werden muss. Für Pflanzen, die von Natur aus in feuchten, geschützten Verhältnissen wachsen - man denke an Waldbodenpflanzen aus den Tropen - ist das ein ideales Klima. Für Pflanzen, die dagegen trockene, gut durchlüftete Bedingungen brauchen, wird genau diese Umgebung zum Problem: Die Wurzeln bleiben zu lange nass, es zirkuliert zu wenig Luft, und das Licht ist oft indirekter, als diese Pflanzen es gewohnt sind. Das Ergebnis sind Wurzelfäule, Schimmel und irgendwann eine abgestorbene Pflanze.
Diese Pflanzen gehören besser nicht ins geschlossene Terrarium
Sukkulenten und Kakteen
Sukkulenten und Kakteen sind an Trockenheit angepasst: Ihre Wurzeln und Stiele speichern Wasser und faulen schnell, sobald sie längere Zeit in feuchter Erde stehen. In einem geschlossenen Terrarium, in dem der Boden fast nie vollständig abtrocknet, zeigt sich das oft schon nach ein paar Wochen an weichen, durchscheinenden Stielen.
Mediterrane Kräuter
Rosmarin, Lavendel und Thymian wachsen von Natur aus an trockenen, sonnigen, windigen Hängen. Sie brauchen viel Luftzirkulation und trockene Luft, um gesund zu bleiben. Die hohe Luftfeuchtigkeit in einem geschlossenen Terrarium führt bei diesen Kräutern schnell zu Schimmelbildung auf den Blättern.
Große, schnellwachsende Zimmerpflanzen
Pflanzen wie eine Monstera oder eine ausgewachsene Ficus lyrata wachsen zu schnell und zu groß für eine geschlossene Glasumgebung. Sie drängen schon nach wenigen Monaten gegen das Glas, was das Wachstum hemmt und feuchte Stellen auf den Blättern verursacht, an denen keine Luft ankommt.
Blühende Zimmerpflanzen wie Orchideen
Blühende Pflanzen brauchen in der Regel mehr Luftzirkulation, als ein geschlossenes Terrarium bietet. Ohne ausreichenden Luftstrom rund um die Blüte bildet sich schnell Schimmel auf den Blüten, sodass die Blüte vorzeitig fault statt in Ruhe zu verwelken.
Welche Pflanzen passen gut in ein geschlossenes Terrarium?
Die Pflanzen, die in einem geschlossenen Terrarium am besten gedeihen, lieben genau die Bedingungen, die oben zum Problem werden: hohe Luftfeuchtigkeit, gefiltertes oder indirektes Licht und ein kompaktes, langsames Wachstum. Dazu zählen Farne, Fittonien und die Ficus-Ginseng-Bonsai. In unserem Teddy Terrarium werden zum Beispiel bewusst eine Calathea Lancifolia und eine Fittonia White Tiger kombiniert: Beide Arten sind an einen feuchten, schattigen Waldboden gewöhnt und wachsen deshalb in einer geschlossenen Glasumgebung sogar besser als in einem gewöhnlichen Zimmer.
Möchtest du lieber selbst eine Auswahl zusammenstellen statt ein fertiges Kit zu nehmen? Dann schau dir unsere Kollektion mit Terrarium-Pflanzen an: Dort stehen ausschließlich Arten, die speziell für eine geschlossene, feuchte Umgebung geeignet sind.
Unsicher bei einer Pflanze, die du schon hast?
Hast du bereits eine Pflanze zu Hause und überlegst, ob sie ins geschlossene Terrarium passt? Schau zuerst, woher sie ursprünglich stammt. Wächst sie in der Natur an einem trockenen, sonnigen, windigen Ort, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie in einer geschlossenen Glasumgebung fault. Stammt sie dagegen vom feuchten, schattigen Waldboden, ist es viel wahrscheinlicher, dass sie sich im Terrarium genauso gut oder sogar besser entwickelt als in einem gewöhnlichen Topf auf der Fensterbank.
Wie erkennst du, dass eine Pflanze nicht passt?
Es gibt ein paar klare Anzeichen dafür, dass eine Pflanze nicht in dein geschlossenes Terrarium gehört: ein Stiel, der unten weich und durchscheinend wird, Blätter mit grauem oder weißem Schimmelflaum, oder eine Pflanze, die schon nach wenigen Monaten gegen das Glas wächst. Bemerkst du das, ersetze lieber diese eine Pflanze durch eine Art, die zum geschlossenen Ökosystem passt, statt das ganze Terrarium dauerhaft offen stehen zu lassen - damit verlierst du nämlich den selbsterhaltenden Effekt.
Möchtest du mehr darüber erfahren, welche Arten wirklich geeignet sind und warum? In unserem Artikel darüber, welche Pflanzen du in ein geschlossenes Terrarium setzen kannst, gehen wir näher auf die besten Optionen je nach Lichtniveau und Glasgröße ein.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich einen Kaktus oder eine Sukkulente in ein geschlossenes Terrarium setzen?
Das wird nicht empfohlen. Kakteen und Sukkulenten brauchen trockene Luft und trockene Wurzeln, um gesund zu bleiben. Die ständige Feuchtigkeit in einem geschlossenen Terrarium führt bei diesen Pflanzen zu Wurzelfäule.
Was passiert, wenn ich trotzdem die falsche Pflanze einsetze?
Die Pflanze bekommt meist innerhalb weniger Wochen bis Monate einen weichen, faulenden Stiel oder Schimmel auf den Blättern. Das kann auf andere Pflanzen im Terrarium übergreifen, daher ist es sinnvoll, eine falsch gewählte Pflanze rechtzeitig auszutauschen.
Welche Pflanzen eignen sich dann für ein geschlossenes Terrarium?
Farne, Fittonien, Calatheen und die Ficus-Ginseng-Bonsai gedeihen hervorragend in einer geschlossenen, feuchten Umgebung, wie die Kombination aus Calathea Lancifolia und Fittonia White Tiger im Teddy Terrarium zeigt.
Muss ich mein geschlossenes Terrarium ab und zu öffnen, auch mit den richtigen Pflanzen darin?
Ja, auch bei gut passenden Pflanzen ist es üblich, das Terrarium etwa einmal im Monat für ein paar Stunden zu öffnen, damit frische Luft hineinkommt und die Feuchtigkeitsbalance im Gleichgewicht bleibt.
Bist du dir noch unsicher, welche Pflanzen zu deinem geschlossenen Terrarium passen? Das oben genannte Teddy Terrarium Kit enthält bereits eine für dich zusammengestellte Pflanzenkombination und ist sofort startklar.