Kürbis als Pflanzgefäß: Schritt für Schritt bepflanzen
Ein ausgehöhlter Kürbis ist für ein paar Wochen ein gutes Pflanzgefäß, solange du ihn ausliegst und Pflanzen nimmst, die kaum Wasser brauchen. Sukkulenten und kleine Kakteen sind die richtige Wahl, und wenn der Kürbis weich wird, hebst du das ganze Arrangement heraus und stellst es in einen Topf oder ein Terrarium.

Das Ende eines geschnitzten Kürbis ist normalerweise die Biotonne. Muss es nicht sein. Ein Kürbis, der noch fest ist, gibt für ein paar Wochen ein gutes Gefäß ab, und auf dem Tisch sieht er deutlich besser aus als noch ein Plastiktopf. Der Haken ist Wasser: Kürbisse faulen von innen nach außen, der ganze Trick liegt also in Pflanzen, die fast keins brauchen.
Das brauchst du
- Einen ausgehöhlten Kürbis, für diesen Zweck am besten mit der Öffnung oben
- Eine Plastiktüte, einen Plastiktopf oder einen Untersetzer zum Auslegen
- Etwas Blumenerde, oder Kakteenerde, wenn du sie hast
- Drei bis fünf kleine Pflanzen: Sukkulenten oder kleine Kakteen sind die sicherste Wahl
- Moos, Kies oder kleine Tannenzapfen zum Abdecken der Erde
- Optional: ein paar Mini Kürbisse drumherum, die alles zusammenbinden
Schritt für Schritt
1. Aushöhlen und trocknen. Wenn der Kürbis noch voll ist, schneide für diese Variante die Öffnung oben, hol Kerne und Fasern heraus und schabe die Wand auf etwa zwei Zentimeter ab. Danach das Innere mit Küchenpapier vollständig trocknen. Ein feuchter Kürbis mit Erde darin ist in weniger als einer Woche Matsch.
2. Innen auslegen. Dieser Schritt entscheidet, wie lange das Arrangement hält. Drück eine Plastiktüte in den Hohlraum und schlag die Ränder über den Rand, oder stell einfach einen Plastiktopf oder einen tiefen Untersetzer hinein. Die Erde darf das Fruchtfleisch nie direkt berühren.
3. Drainageschicht einfüllen. Ein Zentimeter Kies oder Blahton unten gibt überschüssigem Wasser einen Platz, der nicht an den Wurzeln liegt. Der Boden hat kein Loch, also übernimmt diese Schicht die Arbeit eines Abflusses.
4. Erde einfüllen und Pflanzen setzen. Füll ein paar Zentimeter Erde ein, setz die größte Pflanze leicht außermittig und arbeite die kleineren drumherum. Lass die Blätter knapp über dem Rand stehen, damit der Kürbis das Arrangement einrahmt statt es zu verstecken. Erde leicht andrücken.
5. Erde abdecken. Moos, Kies oder ein paar kleine Tannenzapfen auf der Oberfläche machen den Unterschied zwischen Projekt und fertigem Objekt. Und sie bremsen das Verdunsten.
6. Fast nicht gießen. Ein bis zwei Esslöffel Wasser an der Basis jeder Pflanze reichen, dann eine Woche oder länger nicht anfassen. Sukkulenten in einem Gefäß ohne Abflussloch sterben viel wahrscheinlicher an zu viel als an zu wenig Wasser.
Welche Pflanzen funktionieren, welche nicht
Sukkulenten und kleine Kakteen sind die richtige Antwort. Sie speichern ihr eigenes Wasser, kommen mit flacher Erde klar und lassen sich problemlos umstellen. Kleine Zimmerpflanzen mit robusten Blättern gehen auch, und wenn der Kürbis draußen steht, funktionieren Heide und kleine Herbstbeetpflanzen gut.
Was nicht funktioniert: alles, was ständig Feuchtigkeit will. Farne, Calathea und moosliebende Pflanzen brauchen feuchte Erde, und feuchte Erde am Kürbisfleisch heißt Fäule innerhalb von Tagen. Diese Pflanzen gehören in ein geschlossenes Glasterrarium, nicht in ein Gemüse.
Wie lange es hält
Drinnen auf dem Tisch sind zwei bis drei Wochen realistisch, bevor der Kürbis weich wird. Draußen im kühlen Herbstwetter werden es vier bis sechs Wochen, manchmal der ganze November. Länger hält es, wenn du direkte Sonne vermeidest, die Außenseite trocken hältst und alle paar Tage den Boden auf weiche Stellen prüfst.
Es gelten dieselben Regeln wie beim geschnitzten Kürbis. Kühl ist besser als warm, trocken besser als feucht, und eine dünne Schicht Öl auf dem Schnittrand hält die Kante in Form. Unser Beitrag über Kürbisse haltbar machen hat den Rest.
Was passiert, wenn der Kürbis aufgibt
Genau dafür hast du ausgelegt. Wird der Kürbis weich, hebst du die Einlage mit Pflanzen und Erde in einem Stück heraus und stellst das Arrangement direkt in einen Topf, eine Schale oder ein offenes Glasterrarium. Nichts ist in den Kürbis eingewurzelt, also geht nichts kaputt.
Wenn dir Pflanzen in Glas lieber sind als Pflanzen in Gemüse: genau das ist ein DIY Terrarium Set, dieselben zwanzig Minuten Arrangieren, nur in einem Gefäß ohne Verfallsdatum. Die Kürbisversion ist die saisonale.
Der leere Kürbis geht auf den Kompost, ohne Glitzer und Farbe. Die Einlage wäschst du aus, denn nächsten Oktober willst du sie wieder.
Mit Kindern machen
Dieses Projekt kannst du fast vollständig abgeben. Schneiden ist Erwachsenenarbeit, aber Ausschöpfen, Erde, Pflanzen und Moos schafft ein Kind ab etwa fünf Jahren ohne Hilfe. Es dauert zwanzig Minuten, macht auf einem Tablett kaum Dreck und endet mit etwas Selbstgemachtem, das lebt.
Der ganze Kürbisablauf, vom Aussuchen im Laden bis zum Kompost, steht in unserem Kürbis Guide.