Indoor-Aktivitäten für die Herbstferien: Ideen für Regentage, die länger beschäftigen
Die besten Beschäftigungen für einen regnerischen Tag in den Herbstferien haben meist drei Dinge gemeinsam: Sie dauern länger als zwanzig Minuten, am Ende entsteht etwas, das die Kinder behalten können, und man muss nicht zwischendurch noch schnell etwas im Laden besorgen. Ein Terrarium gestalten, Blumenzwiebeln pflanzen, Herbstblätter pressen oder ein Naturglas gestalten sind dafür schöne Beispiele.

Die Herbstferien im Oktober gehören oft zu den ersten längeren Zeiten im Jahr, die man wieder häufiger drinnen verbringt – und das Wetter spielt nicht immer mit. Hier findest du einige Projekte, die Kinder einen Nachmittag lang beschäftigen können, ungefähr nach Alter sortiert, sowie Ideen dafür, was ihr anschließend mit den Ergebnissen machen könnt.
Baut etwas, das länger als einen Nachmittag bleibt
Viele Bastelprojekte für Regentage landen schon am Ende der Woche wieder im Altpapier. Ein Projekt mit Pflanzen bleibt dagegen deutlich länger erhalten und ist deshalb den zusätzlichen Aufwand wert. Beim Bau eines Terrariums geht es vor allem darum, verschiedene Schichten anzulegen: Blähton als Drainageschicht, eine dünne Schicht Aktivkohle, anschließend Erde, Moos und kleine Pflanzen, die ihr selbst im Glas arrangiert.
Kinder haben daran oft mehr Spaß, als Erwachsene erwarten. Sobald die einzelnen Schichten angelegt sind, gibt es kaum eine falsche Art, das Terrarium zu gestalten. Ältere Kinder können viele Schritte selbst übernehmen, während jüngere Kinder beim Einfüllen der Schichten helfen können und ein Erwachsener die Pflanzen einsetzt. Mit einem DIY-Terrarium-Set sind die benötigten Materialien bereits in passenden Mengen zusammengestellt, was das Projekt am Küchentisch deutlich einfacher macht.
Der größte Vorteil zeigt sich danach. Das Terrarium kann im Kinderzimmer stehen bleiben, benötigt nur wenig Pflege und ist mit etwas Glück zu Weihnachten immer noch ein kleines grünes Ökosystem.
Erst nach draußen, danach drinnen kreativ werden
Ein kurzer Spaziergang zwischen zwei Regenschauern liefert genügend Naturmaterialien für den restlichen Nachmittag. Sucht zum Beispiel nach Tannenzapfen, Eicheln, interessanten Samenständen, Rindenstücken und heruntergefallenen Blättern. Nehmt nur Dinge mit, die bereits auf dem Boden liegen, und lasst lebendes Moos und Pflanzen stehen.
Zurück zu Hause könnt ihr aus den gesammelten Materialien verschiedene Dinge machen:
- Gestaltet ein Naturglas mit verschiedenen Schichten aus Sand, Zapfen, Rinde und Blättern.
- Presst Herbstblätter zwischen Küchenpapier unter einem Stapel schwerer Bücher.
- Macht Blattabreibungen mit Wachsmalstiften und dünnem Papier.
- Gestaltet eine Sammlung auf Karton und beschriftet die verschiedenen Fundstücke.
Einfache Projekte für jüngere Kinder
Bei Kindern unter sechs Jahren funktioniert es am besten, immer nur einen Schritt nach dem anderen zu machen und ein wenig Unordnung einzuplanen. Blumenzwiebeln in einen Topf zu pflanzen ist beispielsweise eine einfache Aktivität: Das Graben und Pflanzen ist das Projekt und die Blumen im Frühling sind die spätere Belohnung. Kresse auf feuchtem Küchenpapier auszusäen liefert bereits nach wenigen Tagen sichtbare Ergebnisse und eignet sich deshalb besonders für Kinder mit einer kürzeren Aufmerksamkeitsspanne.
Pflanzen gießen, besprühen und das Glas eines Terrariums reinigen sind außerdem echte Aufgaben, bei denen kleine Kinder gut mithelfen können. Mit einer kleinen Sprühflasche und geeignetem Pflanzenwerkzeug wird die Pflanzenpflege zu einer Aktivität, bei der sie selbst mitmachen können.
Praktische Tipps
- Lege eine Kunststofftischdecke oder Zeitungspapier auf den Tisch, bevor ihr beginnt – nicht erst, wenn die Erde bereits überall verteilt ist.
- Lege alle benötigten Materialien vorher bereit, damit niemand warten muss, während du noch nach einer Schere suchst.
- Glas und kleine Kinder erfordern Aufsicht. Wähle für jüngere Kinder lieber ein stabiles, breites Glasgefäß als eine schmale Flasche.
- Gib jedem Kind nach Möglichkeit ein eigenes Projekt, anstatt ein einziges Terrarium gemeinsam zu gestalten.
- Lass die Kinder die Pflanzen selbst anordnen, auch wenn das Ergebnis nicht vollkommen symmetrisch ist. Es ist ihr Projekt und die Pflanzen wachsen ohnehin weiter.
War das Terrarium ein Erfolg und sieht es einige Monate später etwas weniger dicht aus? Dann kann ein Nachfüllset mit frischem Moos und neuen Pflanzen ein schönes Folgeprojekt für den Frühling sein. Pflanzenpflegewerkzeuge wie lange Pinzetten und kleine Scheren erleichtern außerdem die Arbeit zwischen den Pflanzen im Glas.
Kurz zusammengefasst
Die besten Projekte für die Herbstferien sind diejenigen, die im November noch da sind. Ein Terrarium, ein Glas mit gesammelten Naturschätzen oder ein Topf mit Blumenzwiebeln füllt einen verregneten Nachmittag und gibt Kindern etwas, das sie selbst gestaltet haben und anschließend noch lange behalten können.