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Wie schnitzt man einen Kürbis? Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • 3 Min. Lesezeit

Schneide die Öffnung an der Unterseite statt an der Oberseite aus, höhle den Kürbis aus, bis die Wand etwa zwei Zentimeter dick ist, zeichne dein Motiv mit einem Stift vor, bevor du mit dem Schnitzen beginnst, und trockne das Innere anschließend gründlich. Diese vier Dinge können den Unterschied zwischen einem Kürbis, der zwei Wochen hält, und einem, der bereits nach vier Tagen zusammenfällt, ausmachen.

Was du brauchst

  • Einen Kürbis mit flacher Unterseite und ohne weiche Stellen
  • Ein gezacktes Messer oder eine einfache Kürbissäge, die sich besser kontrollieren lässt als ein Küchenmesser
  • Einen Eisportionierer oder einen stabilen Löffel zum Aushöhlen
  • Einen Marker
  • Küchenpapier und eine Kerze oder ein batteriebetriebenes Licht

Schritt für Schritt

1. Schneide die Öffnung an der Unterseite aus. Drehe den Kürbis um und schneide einen Kreis aus dem Boden. Halte die Klinge dabei leicht nach innen geneigt, damit das ausgeschnittene Stück nicht durch die Öffnung fallen kann. Wenn du von unten arbeitest, kannst du den Kürbis einfach über das Licht stellen und der Stiel bleibt intakt, wodurch der Kürbis länger schön bleiben kann.

2. Höhle den Kürbis aus. Entferne zuerst die Kerne und Fasern und schabe anschließend das Innere aus, bis die Wände ungefähr zwei Zentimeter dick sind. Dünnere Wände lassen mehr Licht durch und lassen sich leichter schnitzen. Sie sollten jedoch nicht dünner als etwa einen Zentimeter sein, da der Kürbis sonst instabil werden kann.

3. Zeichne dein Motiv vor dem Schnitzen auf. Zeichne dein Design zunächst mit einem Marker auf den Kürbis und betrachte es aus etwas Abstand. Verwende größere Formen auf der Vorderseite und denke daran, dass jedes Element mit einem anderen Teil des Kürbisses verbunden bleiben muss. Vermeide daher Motive, bei denen ein Teil nur an einer einzigen kleinen Stelle befestigt ist.

4. Schneide das Motiv aus. Arbeite mit kurzen Sägebewegungen und lass die Klinge die Arbeit machen, anstatt zu viel Kraft auszuüben. Schneide kleine Details zuletzt aus, solange noch genügend stabiles Kürbisfleisch um sie herum vorhanden ist. Drücke die ausgeschnittenen Teile von innen nach außen.

5. Trockne das Innere. Wische die Innenseite mit Küchenpapier vollständig trocken. Feuchtigkeit lässt einen Kürbis schneller schimmeln, daher ist dieser Schritt besonders wichtig, wenn er möglichst lange halten soll.

So hält dein Kürbis länger

Reibe die Schnittkanten mit etwas Öl oder Vaseline ein, um den Feuchtigkeitsverlust zu verlangsamen. Bewahre den Kürbis möglichst draußen an einem kühlen Ort auf, statt ihn dauerhaft in einem warmen Wohnzimmer stehen zu lassen. Wird er langsam weich, kann es helfen, ihn für einige Stunden mit der geschnitzten Seite nach unten in kaltes Wasser zu legen. Verwende am besten ein batteriebetriebenes Licht statt einer echten Kerze, wenn der Kürbis länger halten soll. Die Wärme einer Flamme erwärmt das Innere und kann den Verfall beschleunigen.

Gib deinem Kürbis ein zweites Leben

Ein ausgehöhlter Kürbis eignet sich vorübergehend auch als Pflanzgefäß. Lege das Innere mit einer Plastiktüte aus oder stelle einen kleinen Untersetzer hinein, gib etwas Erde dazu und arrangiere ein paar Sukkulenten oder kleine Kakteen darin. Sukkulenten eignen sich besonders gut, weil sie kaum Wasser benötigen und der Kürbis dadurch möglichst trocken bleibt.

Wenn der Kürbis schließlich nicht mehr schön ist, kannst du die Pflanzen einfach herausnehmen und in einen Topf oder ein offenes Terrarium setzen. Das Prinzip ähnelt einem DIY-Terrarium-Set, nur mit einem saisonalen Pflanzgefäß: Die Pflanzen werden arrangiert und müssen nicht dauerhaft im Kürbis verwurzeln.

Kurz zusammengefasst

Schneide die Öffnung an der Unterseite aus, lasse die Wände etwa zwei Zentimeter dick, zeichne dein Motiv vor dem Schnitzen auf und trockne das Innere gründlich. Bewahre den Kürbis kühl auf, verwende ein batteriebetriebenes Licht und gib ihm anschließend bei Bedarf noch ein zweites Leben als Pflanzgefäß.


Häufig gestellte Fragen

Wann beginnt der Herbst?

Es gibt zwei Antworten, und beide stimmen. Der meteorologische Herbst läuft immer vom 1. September bis zum 30. November, damit rechnen die Wetterdienste. Der astronomische Herbst beginnt zur Tagundnachtgleiche, die 2026 auf den 23. September fällt.

Wann wird 2026 die Uhr umgestellt?

Am Sonntag, den 25. Oktober. Die Uhr wird eine Stunde zurückgestellt und es wird abends deutlich früher dunkel. Für die meisten ist das der Moment, an dem sie den Lichtunterschied drinnen wirklich merken, und ein guter Zeitpunkt, deine Pflanzen näher ans Fenster zu rücken.

Warum verfärben sich die Blätter im Herbst?

Wenn die Tage kürzer werden, stellen Bäume die Produktion von Chlorophyll ein, dem grünen Farbstoff für die Photosynthese. Gelb und Orange steckten die ganze Zeit im Blatt und werden erst sichtbar, wenn das Grün verschwindet. Rot entsteht dagegen neu im Herbst, weshalb manche Jahre viel farbiger ausfallen als andere.

Wann ist Halloween 2026?

Am Samstag, den 31. Oktober. Dekoriert wird meist in der letzten Oktoberwoche. Höhle deinen Kürbis erst zwei bis drei Tage vorher aus, denn lange hält er nicht.

Wie lange hält ein ausgehöhlter Kürbis?

Meist fünf Tage bis zwei Wochen, je nachdem wie warm er steht. Das Innere gründlich trockentupfen, den Kürbis draußen in der Kälte lassen und ein LED-Licht statt einer Kerze verwenden bringt am meisten.

Kürbis von oben oder von unten aushöhlen?

Von unten. Der Stiel bleibt heil, die Schnittkante fällt nicht auf, und du kannst den Kürbis über ein Licht stellen, statt durch einen Deckel hineinzugreifen. Außerdem läuft er besser ab und hält dadurch länger.

Was kann man nach Halloween mit dem Kürbis machen?

Ist er noch fest, wird er zum Übergangspflanzgefäß. Innen auslegen, etwas Erde hinein und Sukkulenten oder kleine Kakteen hineinsetzen. Die brauchen so wenig Wasser, dass der Kürbis wochenlang fest bleibt. Sobald er weich wird, kommt er auf den Kompost und die Pflanzen in einen Topf.

Warum geht es meinen Zimmerpflanzen im Herbst schlechter?

Fast immer liegt es am Licht, nicht an deiner Pflege. Kürzere Tage bedeuten weniger Wachstum, also brauchen Pflanzen deutlich weniger Wasser und Dünger bleibt einfach in der Erde liegen. Gieße ab Ende September etwa halb so oft, dünge bis März gar nicht und rücke die Pflanzen näher ans Fenster.

Wann holt man Pflanzen von draußen herein?

Vor dem ersten Frost, und früher bei allem, was nicht winterhart ist. Faustregel: empfindliche Pflanzen hereinholen, sobald die Nachttemperaturen Richtung zehn Grad gehen. Kontrolliere vorher Blätter und Blattunterseiten auf Schädlinge, denn im warmen Haus breiten die sich schnell aus.

Wie wird es zu Hause herbstlich, ohne überall Deko aufzustellen?

Arbeite mit Struktur statt mit Saisonfarben: Glas, Holz, Moos, Trockenblumen und Leinen in einem engen Farbraum aus Grün und Braun. Wähle einen Blickfang an einer Stelle, auf die du wirklich schaust, und stell abends eine warme Leuchte daneben. Drei Dinge am richtigen Platz wirken mehr als fünfzehn im ganzen Raum verteilt.

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