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So bereitest du deine Pflanzen auf den Herbst vor

  • 2 Min. Lesezeit

Mit Beginn des Herbstes solltest du vier Dinge anpassen: weniger gießen, die Pflanzen näher ans Licht stellen, bis zum Frühjahr nicht mehr düngen und sie vor Beginn der Heizperiode auf Schädlinge kontrollieren. Wenn du diese Änderungen bereits im September vornimmst, kommen die meisten Zimmerpflanzen problemlos durch den Winter. Der Grund ist einfach: Weniger Tageslicht bedeutet langsameres Wachstum. Eine Pflanze, die kaum wächst, benötigt auch deutlich weniger Wasser und Nährstoffe. Die meisten Pflanzenschäden im Winter entstehen, weil die Pflegeroutine aus dem Sommer bis in den Oktober beibehalten wird.

Weniger gießen und vorher die Erde prüfen

Ab Ende September benötigen die meisten Zimmerpflanzen etwa nur noch halb so viel Wasser wie im Sommer. Halte dich nicht an einen festen Gießplan, sondern stecke einen Finger etwa zwei Zentimeter tief in die Erde. Erst wenn sie trocken ist, solltest du gießen. Bleibt die Erde in einem kühlen Raum dauerhaft feucht, steigt das Risiko für Wurzelfäule deutlich an. Sukkulenten und Kakteen benötigen die stärkste Reduzierung. Ab Oktober reicht in vielen Fällen einmal Gießen pro Monat aus, manche Arten kommen sogar fast trocken durch den Winter.

Stelle deine Pflanzen näher ans Licht

Zwischen September und November nimmt das Tageslicht in Innenräumen deutlich ab. Stelle deine Pflanzen deshalb ein bis zwei Meter näher ans Fenster und drehe sie alle paar Wochen um eine Vierteldrehung, damit sie gleichmäßig wachsen.

Achte dabei auf zwei Dinge. Kalte Fensterbänke können nachts Blätter schädigen, daher sollten empfindliche Pflanzen etwas Abstand zum kalten Fensterglas haben. Reinige außerdem regelmäßig die Blätter, denn eine Staubschicht reduziert die Lichtaufnahme spürbar.

Bis zum Frühjahr nicht mehr düngen

Dünger hilft Pflanzen nur während der aktiven Wachstumsphase. Im Herbst verlangsamt sich das Wachstum und überschüssige Nährstoffe bleiben im Substrat zurück. Stelle das Düngen deshalb Ende September ein und beginne erst im März wieder damit.

Vor Beginn der Heizperiode auf Schädlinge kontrollieren

Warme, trockene Heizungsluft ist ideal für Spinnmilben und Schildläuse. Kontrolliere deshalb die Blattunterseiten und die Stellen, an denen die Blätter auf den Stängel treffen. Entferne Schädlinge mit einem feuchten Tuch und stelle betroffene Pflanzen einige Wochen getrennt von den anderen auf.

Außerdem sollten Pflanzen nicht direkt über oder neben einem Heizkörper stehen, da sie dort schneller Feuchtigkeit verlieren, als sie aufnehmen können.

Terrarien benötigen am wenigsten Pflege

Ein geschlossenes Terrarium kommt fast von selbst durch den Herbst. Das geschlossene Glas hält die Luftfeuchtigkeit konstant – unabhängig davon, ob die Heizung läuft. Meist genügt ein heller Standort mit indirektem Licht. Schneide Pflanzen nur zurück, wenn sie gegen das Glas wachsen.

Der Herbst ist außerdem die ideale Zeit für neue Pflanzenprojekte im Haus. Ein DIY-Terrarium-Set ist ein schönes Projekt für ein verregnetes Wochenende. Hat dein Terrarium bereits eine oder mehrere Saisons hinter sich, reichen meist ein Nachfüllset und einige grundlegende Pflegewerkzeuge aus, um es wieder aufzufrischen. Erhält dein Zuhause im Winter nur wenig Tageslicht, sorgen Kunstpflanzen ganz ohne Pflege für eine grüne Atmosphäre.

Kurz zusammengefasst

Die Pflanzenpflege im Herbst bedeutet vor allem, weniger zu tun. Gieße etwa nur halb so viel wie im Sommer, dünge nicht mehr, stelle deine Pflanzen heller und kontrolliere sie im September gründlich auf Schädlinge. Damit kommen die meisten Zimmerpflanzen problemlos bis zum Frühjahr.


Häufig gestellte Fragen

Wann beginnt der Herbst?

Es gibt zwei Antworten, und beide stimmen. Der meteorologische Herbst läuft immer vom 1. September bis zum 30. November, damit rechnen die Wetterdienste. Der astronomische Herbst beginnt zur Tagundnachtgleiche, die 2026 auf den 23. September fällt.

Wann wird 2026 die Uhr umgestellt?

Am Sonntag, den 25. Oktober. Die Uhr wird eine Stunde zurückgestellt und es wird abends deutlich früher dunkel. Für die meisten ist das der Moment, an dem sie den Lichtunterschied drinnen wirklich merken, und ein guter Zeitpunkt, deine Pflanzen näher ans Fenster zu rücken.

Warum verfärben sich die Blätter im Herbst?

Wenn die Tage kürzer werden, stellen Bäume die Produktion von Chlorophyll ein, dem grünen Farbstoff für die Photosynthese. Gelb und Orange steckten die ganze Zeit im Blatt und werden erst sichtbar, wenn das Grün verschwindet. Rot entsteht dagegen neu im Herbst, weshalb manche Jahre viel farbiger ausfallen als andere.

Wann ist Halloween 2026?

Am Samstag, den 31. Oktober. Dekoriert wird meist in der letzten Oktoberwoche. Höhle deinen Kürbis erst zwei bis drei Tage vorher aus, denn lange hält er nicht.

Wie lange hält ein ausgehöhlter Kürbis?

Meist fünf Tage bis zwei Wochen, je nachdem wie warm er steht. Das Innere gründlich trockentupfen, den Kürbis draußen in der Kälte lassen und ein LED-Licht statt einer Kerze verwenden bringt am meisten.

Kürbis von oben oder von unten aushöhlen?

Von unten. Der Stiel bleibt heil, die Schnittkante fällt nicht auf, und du kannst den Kürbis über ein Licht stellen, statt durch einen Deckel hineinzugreifen. Außerdem läuft er besser ab und hält dadurch länger.

Was kann man nach Halloween mit dem Kürbis machen?

Ist er noch fest, wird er zum Übergangspflanzgefäß. Innen auslegen, etwas Erde hinein und Sukkulenten oder kleine Kakteen hineinsetzen. Die brauchen so wenig Wasser, dass der Kürbis wochenlang fest bleibt. Sobald er weich wird, kommt er auf den Kompost und die Pflanzen in einen Topf.

Warum geht es meinen Zimmerpflanzen im Herbst schlechter?

Fast immer liegt es am Licht, nicht an deiner Pflege. Kürzere Tage bedeuten weniger Wachstum, also brauchen Pflanzen deutlich weniger Wasser und Dünger bleibt einfach in der Erde liegen. Gieße ab Ende September etwa halb so oft, dünge bis März gar nicht und rücke die Pflanzen näher ans Fenster.

Wann holt man Pflanzen von draußen herein?

Vor dem ersten Frost, und früher bei allem, was nicht winterhart ist. Faustregel: empfindliche Pflanzen hereinholen, sobald die Nachttemperaturen Richtung zehn Grad gehen. Kontrolliere vorher Blätter und Blattunterseiten auf Schädlinge, denn im warmen Haus breiten die sich schnell aus.

Wie wird es zu Hause herbstlich, ohne überall Deko aufzustellen?

Arbeite mit Struktur statt mit Saisonfarben: Glas, Holz, Moos, Trockenblumen und Leinen in einem engen Farbraum aus Grün und Braun. Wähle einen Blickfang an einer Stelle, auf die du wirklich schaust, und stell abends eine warme Leuchte daneben. Drei Dinge am richtigen Platz wirken mehr als fünfzehn im ganzen Raum verteilt.

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